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Solo singender Eisbär

Musik und Literatur

Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe
(Tagore)

Wer singen und lachen kann, der erschreckt sein Unglück.
(Deutsches Sprichwort)

Wenn ich spreche, lebe ich.
Wenn ich singe, feiere ich.
Wenn ich tanze, bete ich an.
(Afrikanische Weisheit)


Vögel singen in einer Welt, die krank,
lieblos, ungerecht ist.
Vielleicht haben sie recht.
(Andrea Schwarz)

Was ein richtiger Musiker sein will, der muss
auch eine Speisekarte komponieren können.
Richard Strauss

Die Musik spricht für sich allein.
Vorausgesetzt, wir geben ihr eine Chance.
Yehudi Menuhin

Ich kann mir doch kaum denken, dass eine
andere außer der Musik so ins Innere dringt.
Käthe Kollwitz

Musik wird oft nicht schön empfunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.
Wilhelm Busch

Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.
Victor Hugo

Die Musik wird treffend als Sprache der Engel beschrieben.
Thomas Charlyle

Nimm dir Zeit, um froh zu sein, es ist die Musik der Seele.
Teil eines Irischen Gedichts


Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie.
Beethoven
Tagebuch

Ich betrachte die Musik als die Wurzel aller übrigen Künste.
Heinrich von Kleist

Musik allein ist die Weltsprache und braucht nicht übersetzt zu werden.
Berthold Auerbach

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
Nietzsche
Götzendämmerung, Sprüche und Pfeile 33

Nirgends kann das Leben so roh wirken wie konfrontiert mit edler Musik.
Morgenstern
Stufen, Kunst, 1908

Musik wird störend dann empfunden,
wenn sie mit Geräusch verbunden.
nach Busch
Dideldum, Der Maulwurf

Die Musik hat von allen Künsten den tiefsten Einfluß auf das Gemüt. Ein Gesetzgeber sollte sie deshalb am meisten unterstützen.
Napoleon I.

Musik ist die größte Malerin von Seelenzuständen und die allerschlechteste für materielle Gegenstände.
August Wilhelm Ambros

Geh, wohin du willst: Wo du auch Menschen triffst, überall wird dir ihre Musik ihr innerstes Wesen erschließen.
Hermann Ritter

Die Leidenschaften, heftig oder nicht, müssen niemals bis zum Ekel ausgedrückt sein, und die Musik auch in der schaudervollsten Lage niemals das Ohr beleidigen, sondern doch dabei vergnügen, folglich allzeit Musik bleiben.
Wolfgang Amadeus Mozart

Wer nie jagte und nie liebte, nie den Duft der Blumen suchte und nie beim Klang der Musik erbebte, ist kein Mensch, sondern ein Esel.
Aus Arabien

Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst.
Richard Wagner

Ich widersinniger Tropf, der nicht begriff,
zu welchem Zweck Musik uns ward gegeben!
Ist's nicht, des Menschen Seele zu erfrischen
nach ernstem Studium und der Arbeit Müh? (Lucentio)
Shakespeare
Der Widerspenstigen Zähmung III, 1

Mit Hilfe der göttlichen Tonkunst läßt sich mehr ausdrücken und ausrichten als mit Worten.
Carl Maria von Weber

Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußeren Sinnenwelt, die ihn umgibt und in der er alle bestimmten Gefühle zurückläßt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben.
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann

Was ich eigentlich von der Musik will? Daß sie heiter und tief ist wie ein Nachmittag im Oktober. Daß sie eigen, ausgelassen, zärtlich, ein kleines süßes Weib von Niedertracht und Anmut ist.
Nietzsche Ecco homo, Warum ich so klug bin 7

Musika ist eine halbe Disziplin und Zuchtmeisterin, so die Leute gelinder und sanftmütiger, sittsamer und vernünftiger macht.
Luther

Der Mann, der nicht Musik hat in ihm selbst,
den nicht die Eintracht süßer Töne rührt,
taugt zu Verrat, zu Räuberei und Tücken;
die Regung seines Sinns ist dumpf wie Nacht,
sein Trachten düster wie der Erebus.
Trau keinem solchen! (Lorenzo)
Shakespeare
Der Kaufmann von Venedig V. 1

Die Heiligkeit der Kirchenmusiken, das Heitere und Neckische der Volksmelodien sind die beiden Angeln, um die sich die wahre Musik herumdreht. Auf diesen beiden Punkten beweist sie jederzeit eine unausbleibliche Wirkung: Andacht oder Tanz.
Goethe
Wilhelm Meisters Wanderjahre II, Betrachtungen im Sinne der Wanderer

Ein Talent, das jedem frommt,
hast du in Besitz genommen.
Wer mit holden Tönen kommt,
überall ist der willkommen.
Goethe
An Ferdinand Hiller, 10.II.1827

Der ungezähmten junger Füllen Schar,
sie machen Sprünge, blöken, wiehern laut,
wie ihres Blutes heiße Art sie treibt:
Doch schallt nur die Trompete oder trifft
sonst eine Weise der Musik ihr Ohr,
so seht ihr, wie sie miteinander steh'n.

Ihr wildes Auge schaut mit Sittsamkeit,
durch süße Macht der Tön'. Drum lehrt der Dichter,
gelenkt hab' Orpheus Bäume, Felsen, Fluten,
weil nichts so stöckisch hart und voll Wut,
das nicht Musik auf eine Zeit verwandelt. (Lorenzo)
Shakespeare
Der Kaufmann von Venedig V, 1

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen.
Philipp Emanuel Bach

Ein gutes Tier
ist das Klavier,
still, friedlich und bescheiden.
Und muß dabei
doch vielerlei
erdulden und erleiden.
Busch
Zu guter Letzt, Gemartert

Beim Essen ist Musik ein guter Prüfstein;
denn ist das Essen gut, so hört man die Musik nicht!
Grabbe
Don Juan und Faust IV, 4

Das älteste, echteste und schönste Organ der Musik, das Organ, dem unsere Musik allein ihr Dasein verdankt, ist die menschliche Stimme.
Richard Wagner
Ja, das musikalische Phänomen ist das Ergebnis eines dreifachen Schaffens: Musikkomposition - Musikinterpretation - Musikmeditation."
George Balan


"Ich glaube durch meine Philosophie mit allem im Klaren zu sein - wenn ich aber einen evangelischen Choral höre, so gibt mir das einen Frieden, den mir meine Philosophie nicht gibt"
Immanuel Kant

"Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie..."
Ludwig van Beethoven

"Die Theologie sagt: Gott ist das und das!
Durch die Musik spürt man: Er ist da!"
George Balan

"Wer die Musik sich verständlich macht, der muss frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen schleppen..."
Ludwig van Beethoven

"Natur ist Wahrheit; Kunst ist die höchste Wahrheit"
Marie von Ebner-Eschenbach

"Kunst ist ein Schritt von Natur zur Unendlichkeit"
Khalil Gibran

"Und nur der ist groß, der die Stimme des Windes verwandelt in ein Lied und durch dessen Liebe dies Lied noch süßer wird."
Khalil Gibran

"Die Musik ist die Sprache der Götter
Dr. Paul Slavaykoff

Es ist das Subject des Willens, d.h. das eigene Wollen, was das Bewusstsein des Singenden füllt, oft als ein entbundenes, befriedigtes Wollen (Freude), wohl noch öfter aber als ein gehemmtes (Trauer), immer als Affect, Leidenschaft, bewegter Gemüthszustand. Neben diesem jedoch und zugleich damit wird durch den Anblick der umgebenden Natur der Singende sich seiner bewusst als Subjects des reinen, willenlosen Erkennens, dessen unerschütterliche, selige Ruhe nunmehr in Contrast tritt mit dem Drange des immer beschränkten, immer noch dürftigen Wollens: die Empfindung dieses Contrastes, dieses Wechselspieles ist eigentlich, was sich im Ganzen des Liedes ausspricht und was überhaupt den lyrischen Zustand ausmacht. In diesem tritt gleichsam das reine Erkennen zu uns heran, um uns vom Wollen und seinem Drange zu erlösen: wir folgen; doch nur auf Augenblicke: immer von Neuem entreisst das Wollen, die Erinnerung an unsere persönlichen Zwecke, uns der ruhigen Beschauung; aber auch immer wieder entlockt uns dem Wollen die nächste schöne Umgebung, in welcher sich die reine willenlose Erkenntniss uns darbietet. Darum geht im Liede und der lyrischen Stimmung das Wollen (das persönliche Interesse des Zwecks) und das reine Anschauen der sich darbietenden Umgebung wundersam gemischt durch einander: es werden Beziehungen zwischen beiden gesucht und imaginirt; die subjective Stimmung, die Affection des Willens, theilt der angeschauten Umgebung und diese wiederum jener ihre Farbe im Reflex mit: von diesem ganzen so gemischten und getheilten Gemüthszustande ist das ächte Lied der Abdruck.

Schopenhauer (Welt als Wille und Vorstellung I, S. 295)